LA HIJA CÓNDOR
BO/PE/UY 2025, 103', DCP, OV/d/f. Ab 16 J., Regie Álvaro Olmos Torrico. Drehbuch Álvaro Olmos Torrico. Mit María Magdalena Sanizo, Marisol Vallejo Montaño, Nely Huayta, Alisson Jimenez, Dionisia.
Im Herzen der bolivianischen Anden erlernt eine junge Quechua-Frau die traditionelle Hebammenkunst, träumt jedoch davon, die Stadt mit ihrer Stimme zu erobern. In überwältigenden Tableaus erzählt Álvaro Olmos Torrico von Tradition, Identität und dem Mut, der eigenen Stimme zu folgen.
Hoch oben in den majestätischen Anden wächst Clara in einer indigenen Gemeinschaft auf und begleitet ihre Ziehmutter zu Hausgeburten. Mit ihrer schönen Stimme und rituellen Gesängen hilft sie, neues Leben auf die Welt zu bringen. Während sie tief in den Ritualen verwurzelt ist, spürt sie zugleich die Sehnsucht nach einem Leben in der Stadt. Als Ärzt:innen das alte Wissen zunehmend in Frage stellen und für Geburten in neuen Kliniken werben, gerät Clara in einen Zwiespalt.
Im Einklang mit der Erhabenheit der Anden entfaltet Álvaro Olmos Torrico eindrucksvolle Bilder der weiten Landschaft und kontrastiert sie mit Innenaufnahmen im Chiaroscuro, die wie aus einer vergangenen Zeit wirken. Dabei verfällt er nicht in Nostalgie, sondern zeigt eine Welt im Umbruch – und die Frage, wie sich Tradition und Moderne miteinander verbinden lassen.
«Durch seinen besinnlichen Rhythmus und seine erzählerische Ehrlichkeit lädt der Film zur Reflexion über Verlust, Zugehörigkeit und die Widerstandsfähigkeit indigener Kulturen in einer globalisierten Welt ein.» Cinencuentro





