
Unter dem Titel «Being Nature» präsentiert Videocity drei Videoarbeiten - von BiglerWeibel, Adela Picón und Caroline Schenk -, welche Teil der «Cantonale Bern Jura»-Ausstellung im Kunsthaus Interlaken sind.
Wie kann der Mensch wieder mit der Natur in Einklang gebracht werden? Angesichts der Zerstörung derselben durch Menschenhand und der sich immer deutlicher abzeichnenden Klimakrise ist dies keine leichte Frage. Gegenwärtige Philosoph:innen wie Donna Haraway plädieren für eine neue Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. David Adam oder James Bridle erkennen eine Intelligenz in allen Lebensformen wie Tieren, Pflanzen, Pilzen oder gar Maschinen und fordern deren Wertschätzung.
Es sind hier solche Künstler:innen versammelt, die zu diesen Überlegungen beitragen. Das Duo BiglerWeibel bezieht sich auf Johanna Spyris «Heidis Lehr- und Wanderjahre» von 1880 und die Körpererfahrung in den Schweizer Alpen. Andere versuchen die Annäherung, indem sie das Verhalten von Tieren und Pflanzen nachahmen. Oder auch umgekehrt: Pflanzen und Tiere werden mit Architektonischem verbunden. Bei Adela Picón und Caroline Schenk sind eine Schnecke und Fische als Protagonist:innen zu erleben. Es entsteht der Eindruck, vom Wesen des Anderen lernen zu wollen, indem man in dessen Rolle hineinschlüpft. Dieses ist ein uralter Gedanke: Er erscheint schon in Franz von Assisis Predigt an die Tiere bzw. in Ovids «Metamorphosen», in denen der Dichter die Verwandlung von Menschen in Blumen bzw. Bäume beschreibt.
Die Videos sind eine Auswahl aus der «Cantonale Bern Jura»-Ausstellung des Kunsthauses Interlaken (7.12.2025 bis 25.1.2026).

