IL VALORE DELLA DONNA E IL SUO SILENZIO
RD/CH 1980, Regie Gertrud Pinkus. Drehbuch Gertrud Pinkus. Mit Maria Tucci-Lagamba, Giuseppe Tucci, Angelo Caruso, Marinella Tucci.
Dokumentarischer Spielfilm, der am konkreten Beispiel über das Leben von Arbeitsmigrantinnen in der BRD zum Ende der 70er Jahre berichtet. Eine Frau aus dem Süden Italiens erzählt, wie sie aus dem Elternhaus floh, heiratete, nach Deutschland kam und hier vereinsamt als ‹Gastarbeiterin› in Frankfurt lebte.
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Rex 11 LichtspielL
«Gertrud Pinkus plante einen Dokumentarfilm über die italienischen Frauen in ihrer Nachbarschaft in Frankfurt, doch bald stellte sich heraus, dass keine von ihnen vor die Kamera treten wollte. Zu gross war die Angst, die eigene Familie zu verraten. Ein süditalienisches Sprichwort besagt angeblich: ‹Das höchste Gut eines Mädchens ist seine Schönheit – das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen.› So spricht Maria M. ihre Lebensgeschichte auf das Tonbandgerät, das Gertrud Pinkus auf dem Stubentisch gestellt hat. Im Bild stellen andere süditalienische Migrantinnen Marias Geschichte dar. Im Grunde spielen sie ebenso sich selbst, und das verleiht dem Film seine beeindruckende Vielschichtigkeit und die Möglichkeit einer gewissen Verallgemeinerung von Schicksalen süditalienischer Migrantinnen in Deutschland und anderswo.» Kino Xenix
«(…) Isolation, mangelhafte Kenntnis der deutschen Sprache sowie Erschöpfung und Depression, deren Ursachen Ausbeutung und Entfremdung im sogenannten Gastland wie auch in der Familie sind. So thematisiert Pinkus‘ Film nicht nur Dimensionen von Migration, es geht auch um das Leiden am Patriarchat, das dieses Unterdrückungsverhältnis als arbeitende Frau so komplex macht.» Zeughauskino Berlin





