Un divan à New York
FR/DE/BE 1996, 116', 35mm, E/d/f. Regie Chantal Akerman. Drehbuch Chantal Akerman, Jean-Louis Benoît. Mit Juliette Binoche, William Hurt, Stephanie Buttle, Barbara Garrick, Paul Guilfoyle.
Ein Wohnungstausch verfrachtet den gestressten und verschlossenen New Yorker Psychiater Henry in die chaotisch-gemütliche Pariser Dachwohnung der charmanten Béatrice, die ihrerseits seine penibelst aufgeräumte Wohnung einschliesslich seiner Patient:innen übernimmt.
«Ein Psychiater aus New York und eine Tänzerin aus Paris tauschen für einige Wochen ihre Wohnungen. Während sich Béatrice Saulnier im Luxusapartment in Manhattan sofort einlebt und wohlfühlt, hat Dr. Henry Harrison mit dem nervenaufreibenden Chaos von Béatrices Apartment, wo auch gleich die Wasserleitung platzt, seine Schwierigkeiten. Unangekündigt kehrt er nach New York zurück und sieht mit grosser Verblüffung, wie die lebenslustige Béatrice inzwischen seine depressiven Patient:innen in beschwingte Sorgenerzählende verwandelt hat. Vor lauter Staunen legt sich der verschlossene Analytiker selbst auf die Couch – und entdeckt ungeahnte Gefühle der Angst und Sehnsucht… (…) Juliette Binoche und William Hurt brillieren in dieser federleichten transatlantischen Liebeskomödie über Neurosen, neue Herausforderungen und die seltsamen Tricks der Psychoanalyse.» Kinok St. Gallen
«Was für eine seltsame Geschichte dieser Film doch ist. Ich habe ihn geschrieben, weil die Schauspielerin Juliette Binoche mich gebeten hatte, eine Komödie für sie zu entwerfen. Zufälligerweise begann ich mit dem Schreiben des Drehbuchs, als mein Vater sehr krank war und kurz vor dem Tod stand. Als ob ich diesem Schmerz nur entkommen könnte, indem ich etwas Lustiges und Leichtes schrieb. Die meisten jüdischen Witze entstehen aus unerträglichem Schmerz.» Chantal Akerman







