ROAD 190
CH/BE/US 2025, 66', DCP, E/d. Ab 16 J., Regie Charlotte Nastasi, Emilie Cornu. Drehbuch Charlotte Nastasi, Emilie Cornu.
In seiner Zelle im Gefängnis von Livingston in Texas stellt sich der zum Tode verurteilte Mabry den letzten Weg vor, der ihn eines Tages zu seiner Hinrichtungsstätte führen wird: sechzig Kilometer, wo Menschen leben und arbeiten und deren Alltag von der Allgegenwärtigkeit des Gefängnisses geprägt ist.
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Rex 11
«Huntsville, Texas. Eine kleine ländliche Stadt an der Route 190, im Herzen des weissen, konservativen Amerika. Der Tag neigt sich dem Ende zu. In einem der sieben Gefängnisse, die über die Stadt verteilt sind, ertönt eine Sirene: Es ist Zeit, die Insassen zu zählen. Die Stadt, die auch Hauptstadt des Todes genannt wird, ist der zentrale Ort für alle Hinrichtungen im Bezirk. Mabry sitzt in der Todeszelle. Er weiss, dass seine letzte Reise nach Huntsville führen wird. Während er auf den schicksalhaften Moment wartet, berichtet er von seinem Leben, von glücklichen Erinnerungen bis zu den ersten Fehltritten, seinem allmählichen Abstieg in die endemische Gewalt, die das Ergebnis seines Umfelds und ein Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft ist. Unter seiner Gefängnisuniform steht sein kräftiger Körper im Kontrast zu seiner sanften Stimme. Durch seine Worte erhalten wir einen Einblick in die innere Reise eines Mannes, für den der Tod keine Möglichkeit mehr ist, sondern eine Gewissheit. Ein Mann, der trotz allem noch steht und kämpft. Ohne Schwarz-Weiss-Malerei konfrontiert uns Road 190 mit der Brutalität eines Systems, das die Todesstrafe noch immer zulässt.» Katy Léna Ndiaye, Visions du Réel




