NAMASTE SEELISBERG
CH 2026, 94', DCP, OV/d/f. Ab 6 J., Regie Felice Zenoni. Drehbuch Felice Zenoni.
Culture Clash im Urner Alpenidyll: Die Ankunft eines indischen Gurus sorgte im katholisch geprägten Dorf für rote Köpfe. Regisseur Felice Zenoni (Fedier) zeichnet die bewegende Geschichte von Seelisberg von 1971 bis zur Gegenwart nach.
Hoch über dem Vierwaldstättersee liegt das idyllische Seelisberg. 1971 nimmt der indische Guru Maharishi Mahesh Yogi das Dorf samt zwei geschichtsträchtigen Hotelanlagen für sich und seine als Sekte verschriene Bewegung in Beschlag. Die Einheimischen laufen Sturm, bitten den Bundesrat erfolglos um Hilfe. Seelisberg wird zum Hauptquartier der «Transzendentalen-Meditations-Bewegung» (TM), welcher Prominente wie The Beatles, Mia Farrow oder David Lynch folgen. Zu Tausenden pilgern Anhänger:innen des gewieften, finanzkräftigen Gurus nach Seelisberg. 55 Jahre später steht das Dorf erneut vor einem Wandel: 2026 verlässt die Bewegung Seelisberg. Die Hotelanlagen wurden verkauft. Ein Schweizer Immobilienunternehmen plant, die ikonischen Gebäude im Rahmen eines 200-Millionen-Franken-Projekts zu restaurieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Regisseur Felice Zenoni beleuchtet den Kulturkonflikt rund um die TM-Bewegung aus verschiedenen Perspektiven und lässt die lokale Bevölkerung sowie Anhänger:innen und ehemalige Mitarbeitende des Gurus zu Wort kommen. Zusammen mit neu veröffentlichtem Archivmaterial entsteht ein vielschichtiges Bild eines Konflikts zwischen Tradition und Zeitgeist mit universellem Charakter.






