GERMAINE ACOGNY – DIE ESSENZ DES TANZES
DE/FR/SN 2025, 89', DCP, OV/d. Regie Greta-Marie Becker. Drehbuch Greta-Marie Becker.
Die Tänzerin und Choreografin Germaine Acogny gründete in Senegal die École des Sables und wurde mit ihrer eigenen modernen Tanztechnik weltweit bekannt. Greta-Marie Becker zeichnet ein kraftvolles Porträt der Tanz-Ikone, die zu den wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas zählt.
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Rex 22
Germaine Acogny gilt als zentrale Figur des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes und wird oft als dessen «Mutter» bezeichnet. Sie verbindet traditionelle westafrikanische Tanzformen mit Einflüssen des europäischen Tanzes und hat daraus ihre eigene Methode entwickelt – die Acogny-Technik. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg war sie international als Tänzerin und Lehrerin aktiv und hat sowohl in Senegal als auch weltweit zahlreiche junge Tänzer:innen ausgebildet. Damit wurde sie zu einer prägenden künstlerischen Persönlichkeit des afrikanischen Kontinents. Für ihr Lebenswerk als Tänzerin, Choreografin und Mentorin wurde sie 2021 mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnet.
Der Film verbindet biografische Einblicke mit künstlerischen Momenten und rückt die Themen in den Fokus, die Acognys Arbeit prägen: Identität, Geschichte und kulturelles Erbe. So entsteht ein eindringliches Porträt einer Künstlerin, die Tanz nicht nur als Ausdruck, sondern als Haltung versteht.
«Einmal sieht man Germaine Acogny am Grab von Strawinsky in Venedig: Sie schüttet Vodka auf die Marmorplatte und zündet eine sehr dicke Zigarre für ihn an. Die Szene zeigt, wie sie auf die Welt reagiert: mit Sinnlichkeit. Sprache wird bei ihr Geste. Ideen, Ehrfurcht, aber auch Kritik, alles wird bei ihr Bewegung und Ritual – auch politische Haltungen drückt sie mit Tanz aus: 2010 antwortete sie mit einem zornigen Tanzstück auf eine als rassistische kritisierte Ansprache, die Nicolas Sarkozy 2007 auf einer Reise in den Senegal von sich gegeben hatte.» Julie Metzdorf, «Bayerischer Rundfunk»
«‹We should not see the body, we should see the soul›, gibt sie ihren Schüler:innen mit auf den Weg. Die nachfolgende Generation ist für sie genauso wichtig wie die Vorfahren. Kulturelle Identität, künstlerische Innovation und politische Positionierung sind ihre wichtigsten Themen im Tanz. Es ist nicht nur ein Tanzstil es ist eine ganze Lebenseinstellung.» Dorothea Pokorny, tanznetz.de







