CAMILLE CLAUDEL 1915
FR 2013, 95', Digital HD, F/d. Regie Bruno Dumont. Drehbuch Bruno Dumont, nach dem Briefwechsel der Geschwister Paul und Camille Claudel. Mit Juliette Binoche, Jean-Luc Vincent, Jessica Errero, Robert Leroy, Sandra Rivera.
Nachdem sich ihr Geliebter Auguste Rodin 1895 von ihr abwandte, erkrankte die französische Bildhauerin Camille Claudel (1864-1943) psychisch und landete nach dem Tod ihres Vaters in der Psychiatrie. Der Film zeigt einen Ausschnitt aus dem Alltag der Künstlerin in einer klösterlichen Anstalt, wo sie ein trostloses Dasein fristet und mit dem Versiegen ihrer kreativen Quellen hadert.
«Das kalte Licht des Winters 1915. Einmal noch hebt Camille Claudel einen Stein auf und schaut ihn prüfend an. Es ist, als sähe man einer Bildhauerin bei der Arbeit zu: In ihren Gedanken scheint sie das banale Felsstück zu bearbeiten und in eine neue Form zu überführen. Doch sie wird den Stein wieder fallen lassen und nie mehr künstlerisch arbeiten. Die junge Frau fühlt sich verfolgt von ihren Neidern und von ihrem ehemaligen Liebhaber Auguste Rodin. Ihre Familie hat sie deshalb in einer psychiatrischen Anstalt im Süden Frankreichs untergebracht. Erzählt wird die Chronik ihres einsamen, endlosen Wartens: auf Verständnis, auf Anerkennung ihrer Kunst und auf den geliebten Bruder, den Schriftsteller Paul Claudel.» Berlinale
«Binoches zugleich hoch konzentrierte und impulsive Darstellung zeigt die Titelfigur als Zerrissene zwischen Vernunft und Wahn, deren aus Briefen entnommene Gedankenzeilen einen erstaunlich bewussten und nuancierten Gegensatz zu ihren Affekten bilden. Der strenge Inszenierungsrahmen gedachter Monologe und stupider Alltagsverrichtungen vermittelt ebenso greifbar wie erschöpfend die zermürbende Monotonie der intellektuellen Abschottung Claudels.» Lida Bach, filmrezensionen.de




