AUTOUR DU FEU
CH 2024, 80', DCP, F/d. Ab 16 J., Regie Laura Cazador, Amanda Cortés. Drehbuch Laura Cazador, Amanda Cortés.
In einem Wald treffen zwei ehemalige Mitglieder der bewaffneten antikapitalistischen Westschweizer Gruppierung «La Bande à Fasel» an einem Lagerfeuer auf drei junge Aktivistinnen. Eine Nacht lang diskutieren sie Fragen über den zivilen Ungehorsam und radikalere Formen des Widerstands. Wie weit darf man gehen, um seine Ideale zu verteidigen?
«Mit seiner Bande überfiel der Anarchist Jacques Fasel in den Siebzigern Poststellen und Geldtransporter in der Romandie, mit der Beute finanzierten sie autonome Projekte. Jahrelang hat sich kaum jemand für Jacques Fasels Geschichte interessiert. Ändern könnte das ein Dokumentarfilm. In Autour du feu der Genfer Regisseurinnen Laura Cazador und Amanda Cortés sitzen Jacques Fasel und Daniel Bloch eine Nacht lang mit drei jungen Aktivistinnen aus der Klimabewegung und antirassistischen Kollektiven um ein Lagerfeuer im Wald – und sprechen über Formen des Widerstands und der Repression im Lauf der Zeit. Zur Sprache kommen dabei Gemeinsamkeiten wie die Ablehnung des kapitalistischen Systems, aber auch Unterschiede, insbesondere im Verhältnis zu Gewalt.» Anna Jikhareva und Ayse Turcan, WOZ
«Dass es qualmt am Lagerfeuer, dass die Funken stieben, dass es dunkel ist im Wald, aber erhellend in den Gesprächen, das macht die 80 Minuten dieses ungewöhnlichen Dokumentarfilms ohren- und augenfällig attraktiver, als es eine Beschreibung erahnen lassen kann. Und die Widersprüche, die legitime Wut und Verzweiflung, gemischt mit romantisch-revolutionärem, jugendlichem Impetus über die Generationen hinweg, die fahren einem in die passiven, kinosesselunterpolsterten Knochen.» Michael Sennhauser







