YI YI
TW/JP 2000, 173', DCP, OV/d. Regie Edward Yang. Drehbuch Edward Yang. Mit Wu Nien-jen, Kelly Lee, Jonathan Chang, Elaine Jin, Issei Ogata.
Auf so poetische wie zärtliche Weise schildert Yi Yi die Lebens- und Gefühlswelten einer Familie in Taipeh, in der die Generation der Grosseltern, der Kinder und der Enkel zusammenleben. Der Film entdeckt in den scheinbar unwesentlichen Details das Besondere.
«Der Film beginnt mit der skeptisch beäugten Hochzeit von Min-Mins jüngerem Bruder und seiner ungewollt schwangeren Freundin. Am Rande der Feier trifft Min-Mins Ehemann auf eine Ex-Freundin, die er vor 30 Jahren abrupt verlassen hatte – eine Begegnung, die ihn in eine tiefe Sinnkrise stürzt. Kurz darauf gerät Ying-Ying, die Tochter der beiden, in eine fatale Gefühlslage, während ihr jüngerer Bruder Tang-Tang sein Interesse für die Fotografie entdeckt – und für eine Mitschülerin, die ihn in der Schule schikaniert. Die parallelen, sich immer wieder berührenden Handlungsstränge sind Teil einer komplexen Erzählung über menschliche Verhaltensweisen und Schicksale, über Bedauern und Hoffnung, Schuld und Erlösung in Taipeh am Ende des 20. Jahrhunderts.» Jendrik Walendy, Zeughauskino Berlin
«Den Begriff Meisterwerk verwende ich selten, aber im Fall von Yi Yi drängt er sich mir auf. Selten hat ein Film das Leben in seiner Zeit derart berührend festgehalten, ohne sich anzubiedern, rar sind die Autor:innen, die so präzis erzählen können, und fast schon wunderbar ist die Erfahrung, nach drei ebenso reichen wie kurzen Kinostunden mit dem Wunsch nach Hause zu gehen, noch mehr von der Familie zu erfahren.» Walter Ruggle, trigon-film.org








