Was bleibt, was sich verändert
Kurzfilme
XK 2025, 67', OV/d/e. Regie Alban Muja, Anita Morina, Ermela Teli.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Verlust und Fortbestand, Unschuld und Erfahrung reflektieren diese Kurzfilme darüber, was gleich bleibt, was sich im Laufe der Zeit verändert und wie die Menschen zwischen diesen beiden Realitäten weiterleben.
I Believe the Portrait Saved Me
25 Jahre nach seiner Verschleppung während des Kosovokriegs erinnert sich der Maler Skender Muja an einen entscheidenden Moment des Überlebens. In den letzten Kriegsmonaten wurden er und zahlreiche albanische Zivilist:innen aus Mitrovica bei der Flucht gefangen genommen, wobei sie Angst, Enge und einer ungewissen Zukunft ausgesetzt waren. Der Film verbindet Mujas Erinnerungen mit nachgestellten Szenen und reflektiert über die transformative Kraft der Kunst – als Mittel des Überlebens selbst unter repressivsten Bedingungen.
XK 2025, 10’, OV/d/e
Regie: Alban Muja
SOS
An einem abgelegenen Bahnhof führt der 30-jährige Drin ein einsames, von Routine geprägtes Leben. Als sein Job durch ein Radargerät ersetzt wird, gerät er in eine existenzielle Krise und muss sich mit der Frage auseinandersetzen, was er sich im Leben wirklich wünscht.
XK 2025, 15’, OV/d/e
Regie: Anita Morina
In The Socialist Paradise (It Never Rains)
Vor dem Hintergrund der albanischen Diktatur untersucht der Film die anhaltende Wirkung staatlicher Propaganda, in der Kunst zum Instrument der Kontrolle wurde. Regisseurin Ermela Teli zeigt, wie offizielle Narrative kollektive Vorstellungen ebenso prägten wie den Alltag. Sie reflektiert über Kunst, Zensur und das symbolische Fehlen von Regen im sozialistischen Realismus, in dem selbst das Wetter der Ideologie dienen musste. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und Familienarchiven, legt Teli offen, wie Ideologie sogar private Filmaufnahmen formte – und verwandelt Propagandabilder in eine poetische Gegenerzählung.
XK 2025, 42’, OV/d/e
Regie: Ermela Teli


