SALAAM BOMBAY!
IN/GB/FR 1988, 114', Digital HD, Hindi/d. Regie Mira Nair. Drehbuch Mira Nair, Sooni Taraporevala. Mit Shafiq Syed, Hansa Vithal, Chanda Sharma.
Der zehnjährige Krishna wird von seiner Mutter ausgesetzt und macht sich auf den Weg nach Mumbai, wo er Tee austeilt und sich mit einem Heroinsüchtigen und einer jungen Prostituierten anfreundet.
«Die Geschichte des zehnjährigen Dorfjungen Krishna, der, von einem Wanderzirkus zurückgelassen, in Mumbai unter Bettelkindern auf einem Müllplatz haust und sich als Teeverkäufer, Hühnerschlächter, Lumpensammler, Gelegenheitsdealer durchs Leben schlägt; seine Zuneigung zu einem stummen kleinen Mädchen aus Nepal, das in ein Bordell verkauft und dort zur hochbezahlten ‹Jungfrau› abgerichtet wird; seine Freundschaft mit einem zitternden, taumelnden jungen Junkie, der ihn bestiehlt, um sich die tödliche Überdosis leisten zu können; seine Flucht aus dem feuchten Gemäuer einer Erziehungsanstalt; sein Zusammenstoss mit dem Oberdealer und Zuhälter Baba, der das Revier beherrscht – dieses dichte Gewebe von Orten, Figuren, Ereignissen wird zu einem veritablen ‹Bildungsroman›: Nichts bildet wie die Banalität und Brutalität des Überlebens. Salaam Bombay! ist ein Kinderfilm, aber nicht für Kinder.» «Der Spiegel»
«Eine füllige, nuancenreiche Geschichte aus Indien. Man merkt die Schule des Dokumentarfilms, durch die die Regisseurin Mira Nair gegangen ist. Mit den Mitteln des Spielfilms hat sie das Leben der Strassenkinder zu dieser Geschichte konzentriert und ermöglicht den Zuschauer:innen einen Blick auf das Elend in den überfüllten Grossstädten Indiens, wo kleine Kinder (…) auf wunderbare Weise Menschenliebe und Güte repräsentieren. Diese humanitäre Botschaft und die exakte, detailreiche Beschreibung des Milieus mit beeindruckenden Leistungen der kleinen Laien-Hauptdarsteller:innen machen den Film sehenswert.» Josef Schnelle, filmdienst




