KUHLE WAMPE ODER: WEM GEHÖRT DIE WELT?
DE 1932, 72', D. Regie Slatan Dudow. Drehbuch Bertolt Brecht, Ernst Ottwald, Slatan Dudow. Mit Hertha Thiele, Ernst Busch, Martha Wolter, Adolf Fischer, Lili Schönborn-Anspach, Max Sablotzki.
Am Beispiel einer Berliner Arbeiterfamilie werden die gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit entschlossen angegriffen. Der Film macht die Massenarbeitslosigkeit der grossen Wirtschaftskrise zum Thema.
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Rex 11 LichtspielL
«Eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Berliner Proletarier:innen, zwischen der Fabrikarbeiterin Anni und dem Automechaniker Fritz. Annis Familie – nur die Tochter hat noch Arbeit und Verdienst – kann die Miete nicht mehr aufbringen und wird aus der Wohnung geworfen. Sie ziehen zu Fritz in die grosse Zeltsiedlung ‹Kuhle Wampe› am Rande Berlins, in der bereits viele andere Arbeitslose leben.
Wenn Brecht auch offiziell nur für das Drehbuch zeichnet, handelt es sich doch um den einzigen Film, den er bis in die Realisierung hinein nach seinen künstlerischen Vorstellungen prägen konnte.» Filmpodium Zürich
«Dieser einzige eindeutig kommunistisch orientierte Spielfilm der Weimarer Republik hatte grosse Probleme, die Zensur zu passieren, nachdem er schon während der Produktion beinahe am fehlenden Geld gescheitert wäre (der Schweizer Produzent Lazar Wechsler rettete ihn durch eine Finanzspritze). Kuhle Wampe verbindet dokumentarisch aufbereitete Alltagsskizzen aus dem von Wirtschaftskrise und politischer Mobilisierung geprägten Arbeiter:innenmilieu mit kammerspielartigen Tableaus, etwa in der Karikierung kleinbürgerlicher Verhaltensweisen.» Reclams Lexikon des deutschen Films





