HE RAN ALL THE WAY
US 1951, 78', DCP, E/e. Regie John Berry. Drehbuch Hugo Butler, Guy Endore, nach einem Roman von Sam Ross. Mit John Garfield, Shelley Winters, Wallace Ford, Selena Royle, Gladys George.
John Garfields letzter Film ist selbst für einen Gangster-Noir unerbittlich. Ein Kleinkrimineller nimmt nach einem Raub und dem Mord an einem Wachmann die Familie einer jungen Frau als Geiseln und verschanzt sich in ihrer Wohnung.
«He Ran All the Way bot John Garfield als wichtigstem working-class hero Hollywoods eine letzte grosse Rolle: Nach einem missglückten Überfall erschiesst der Kleinkriminelle Nick auf der Flucht einen Polizisten. Er verschanzt sich in der Wohnung einer Familie und nimmt diese als Geiseln. He Ran All the Way ist ein Schlüsselfilm des Blacklist-Kinos und zugleich eine Art Endpunkt: John Garfield starb ein Jahr später 39-jährig an einem Herzinfarkt. John Berry floh, als FBI-Agenten versuchten, ihm die HUAC-Vorladung zu übergeben, durch ein Fenster aus seiner Wohnung und emigrierte nach Europa. Seine Wahl fiel auf Paris: ‹Ich wollte kein Englisch mehr sprechen.›» Arsenal Berlin
«Psychologisierender Kriminalfilm, der mit atmosphärischer Dichte und der hervorragenden Leistung John Garfields in seiner letzten Filmrolle zu packen weiss.» Lexikon des Internationalen Films






