GIRLHOOD
FR 2014, 77', DCP, F/d. Regie Céline Sciamma. Drehbuch Céline Sciamma. Mit Karidja Touré, Assa Sylla, Lindsay Karamoh, Mariétou Touré, Idrissa Diabaté, Cyril Mendy, Tia Diagne.
Die sechzehnjährige Marieme (Karidja Touré) wohnt mit ihren Geschwistern und der alleinerziehenden Mutter in einer kleinen Hochhauswohnung in einer Banlieue von Paris. Von ihrem machoiden Bruder und ihrer Aufsichtspflicht gegenüber ihren kleinen Schwestern hat sie genug. Und dann erfährt sie auch noch, dass ihre Noten zu schlecht fürs Gymnasium sind. In ihrer Frustration trifft sie auf eine Clique dreier Mädchen, der sie sich anschliesst und in der sie kurz darauf ihren Namen zu Vic, kurz für Siegerin, ändert. Shoppingtouren, Erpressungen, Tanzduelle, Schlägereien und Drogendeals auf Pariser Partys werden zum neuen Alltag in der hoffnungsvollen Suche der Teenagerin nach Freiheit.
«Zwischen extremer Weiblichkeit und erzwungener Männlichkeit. Céline Sciammas Gegenstück zu La Haine, in dem sie sich mit weiblichen Lebensrealitäten in den Pariser Vororten auseinandersetzt.
Mit Girlhood (ehem. Bande de filles) gelingt Céline Sciamma die Verbindung von Stadtporträt, Milieustudie und Coming-of-Age, die Verbindung zwischen hartem Alltag in der Banlieue und unbeholfenem Liebeserwachen. Sciamma sagt, sie interessiere sich in erster Linie für ‹die Konstruktion des Weiblichen mit allem Druck und den Verboten, für die Anerkennung von Sehnsüchten und Wünschen, die Schwesterlichkeit, das Spiel mit den Identitäten – und das alles verankert in einer französischen und politischen Realität›.» Kino Xenix






